Zur Traumreise auf die grüne Insel eingeladen
Beeindruckendes Konzert von "Inisheer"


wan. BISCHOFSHEIM Die in der Mainspitzgemeinde bekannte Band "Inisheer" bereitete gut 130 Bischofsheimern ein vorweihnachtliches Musikerlebnis besonderer Art. Die fünfköpfige Band, die sich auf Betreiben Wolfgang Schmidts und seiner Frau Birgitt Stumpf-Schmidt vor sieben Jahren formierte, erfreute alle in der katholischen Kirche mit ihrem eingängigen "Irish Folk". Nur vom Kerzenschein erhellt, verbreitete sich eine gemütliche vorweihnachtliche Atmosphäre im Gotteshaus. Inspiriert durch die zahlreichen Urlaubsreisen nach Irland widmen sich die beiden Initiatoren gemeinsam mit ihren Mitstreitern, Silke Moeller, Arno Maldaner und Harald Wilfer den sehnsüchtigen Melodien. Dabei bringen sie immer wieder neue Lieder und Ideen von der grünen Insel mit in das Rhein-Main-Gebiet. Gepaart mit ihrer spezifischen Art der Interpretation des "Irish Folk" geben sie der traditionellen Musik eine besondere Note. Stilecht in dicken Wollpullovern und mit den typisch irischen Instrumenten lud "Inisheer" die Zuhörer auf eine Traumreise auf die grüne Insel ein. Benannt nach einem Lied, das seinen Namen wiederum den kleinsten Aaran-Inseln vor der Westküste Irlands verdankt, zelebrierten die fünf Vollblutmusiker die oft wehmütig klingenden Tunes. Das sind Instrumentalstücke, die vom spezifischen Klang der Bodhran, einer irischen Ziegenfelltrommel und der typischen Holzquerflöte, die weitgehend ohne Klappen auskommt, getragen werden. Authentisch brachte das Quintett, verstärkt durch den jungen Fiddler Dominik, der sich der Band nach der letzten "Irish Night" im Bischofsheimer Gemeindehaus angeschlossen hat, ihr breites Repertoire irischer Volks- und Weihnachtslieder dar. Mitreißende Rhythmen waren da ebenso zu hören, wie träumerische Melodien. Der passende Gesang von Birgitt Stumpf-Schmidt trug wesentlich dazu bei, alle zu verzaubern. Außerdem wechselten die Musiker souverän ihre Instrumente, so dass neben Bodhran und Holzquerflöte auch eine zwölfsaitige Gitarre, ein Akkordeon, ein fünfsaitiges Banjo und Rhythmusinstrumente aller Art zum Einsatz kamen. Stimmlich überzeugte Stumpf-Schmidt durch ihren dynamischen, wandelbaren Gesang, der die Schönheit des irischen Landes und das herzliche Wesen der Bewohner widerspiegelte. Gerade die perfekt gespielten Tunes trugen darüber hinaus zum abwechslungsreichen Klangbild des Konzerts bei. Obwohl gerade die natürliche Akustik des Gotteshauses dem Sound von "Inisheer" Besinnliches verlieh, kam dennoch Pub-Stimmung auf. Mit dem neuen Lied "Lord of the dance", das auf der Insel oft in Gottesdiensten gespielt wird, sowie Liebes- und Weihnachtsliedern erweckten die Irlandfans in so manch einem Zuhörer den Wunsch, einmal dorthin zu reisen. Bei wärmendem Glühwein konnten die Konzertbesucher außerdem mit den Musikern ins Gespräch kommen und ihre neue CD kaufen. Wer mehr von der Band wissen möchte, kann sich auf ihrer Homepage www. inisheer.de.vu informieren. Das nächste Konzert geben die fünf am Sonntag (19.) um 17 Uhr in der katholischen Kirchengemeinde St. Walburga in Groß-Gerau.


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